Agilität steht auf der To-do-Liste? Vielleicht arbeitet Ihr Team längst agil.

„Agilität“ wird oft als Zukunftsthema betrachtet – irgendwo auf der To-do-Liste des Unternehmens, neben Innovation, Künstlicher Intelligenz und all den anderen Themen, die wir angehen wollen, sobald es endlich etwas ruhiger wird.

Die Ironie daran? Genau der Grund, warum viele Organisationen glauben, keine Zeit für Agilität zu haben, ist häufig derselbe Grund, warum sie sie eigentlich brauchen.

Denn die meisten Teams leben bereits jeden Tag eine Form von Agilität.

Wenn sich Kundenanforderungen ändern, eine Deadline verschoben wird oder eine wichtige Kollegin oder ein wichtiger Kollege ausfällt, funktioniert der ursprüngliche Plan plötzlich nicht mehr. In solchen Momenten kommen Teams zusammen und finden gemeinsam heraus, wie es weitergeht. Das ist Agilität – auch wenn sie nicht so genannt wird.

Es geht dabei nicht darum, Scrum-Boards einzuführen oder jeden Morgen ein Daily Stand-up abzuhalten. Viel wichtiger ist die Frage, warum manche Teams mit Veränderungen deutlich entspannter umgehen als andere.

Wenn sich beispielsweise ein Projekt in eine neue Richtung entwickelt, versuchen viele Teams zunächst, einen neuen perfekten Plan zu erstellen. Agile Teams stellen sich dagegen eher eine andere Frage:

„Was ist der nächste sinnvolle Schritt?“

Dieser kleine Unterschied kann große Auswirkungen haben: weniger Warten, weniger Nacharbeit, weniger Frust – und mehr Momentum.

Vielleicht ist Agilität also gar kein Zukunftsthema. Vielleicht praktizieren viele von uns sie längst – ohne sie so zu nennen.

Die eigentliche Frage lautet daher nicht, ob wir agil arbeiten.

Sondern:

Tun wir es eher zufällig – oder entwickeln wir unseren Ansatz ganz bewusst weiter?

Zurück
Zurück

Ihr Team hat VUCA

Weiter
Weiter

Kommunikation: Viel hilft viel?